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Bericht aus Penzing:
FPÖ- Energiegewinnungspläne auf der Hochramalm
Noch weit diffiziler allerdings war das Begehren der FPÖ (Klubobmann Mag. Bernhard LOIBL, BezR. Sigrid BLIND) zu behandeln, „im Bereich der Liegenschaften der Gemeinde Wien im Bereich der Hochramalm ein Pilotprojekt zur Gewinnung erneuerbarer Energie (wie etwa in Form von Windrädern) für die Energieversorgung Penzings zu prüfen und zu realisieren“.
In Vertretung dreier angesprochener StadträtInnen sowie zahlreicher vermutet zuständiger Magistratsabteilungen standen dem Umweltausschuss zwei hoch kompetente Fachleute aus dem Wiener Magistrat mit besten und verständlichen Ausführungen zur Verfügung, dazu ein schriftliches Rechts-Exposee der MA 69. Deren Input kurz gefasst: Der Standort sei für Windräder ungeeignet, Anlagen zur Fotovoltaik und Solarthermie dort zum gewünschten Zweck nicht vorstellbar, darüber hinaus wären erhebliche rechtliche Probleme hinderlich, weil die Hochramalm in Niederösterreich liege und diverser niederösterreichischer Landesgesetzgebung unterliege. Zuletzt: Das FPÖ-Zielgebiet sei darüber hinaus mehrfach unter Natur- und Artenschutz gestellt und für überhaupt keine derartige Baulichkeit bewilligungsfähig!
Das alles focht die FPÖ keineswegs an, - „die Wiese“ dort bei der Hochramalm sei doch einfach „nicht genutzt“, zeigte man sich bravourös beharrlich. Und es gäbe ja auch vertikale Windräder wie in Deutschland, die nicht so groß seien! Und der Überschuss des neuen Energiegewinns für ganz Penzing könne ja in das Stromnetz von Purkersdorf und Gablitz fließen!
Als langmütig-freundlicher Sitzungsteilnehmer erbat ich von den FPÖ-KollegInnen die Erwägung, dass eine Wienerwaldwiese eine Wienerwaldwiese sei, somit nichts weniger als ein Erholungsraum, den man nicht verbauen könne, da gebe es guten Grundes viele Gesetze, man könne dafür dort auf der ungenutzen Wiese so wie ich ab und an spazieren gehen, die sonstigen sehr komplexen Sachverhalte möge man einfach glauben.
Mehr brauchte ich nicht: Das sei ja typisch für die GRÜNEN, die keine Alternativenergie möchten, nur weil sie wo selbst spazieren gehen wollten, hieß es nun von Bezirksrat Fritz JIREC erregt! Ich spazierte daher umgehend nach Hause, die Tagesordnung war zum Glück ebenso erschöpft wie ich, und wenn ich das nicht bei mir selbst nachlesen könnte, ich würde oft nicht für möglich halten, womit ein Penzinger Bezirksrat in kompetenter Umgebung seine Nachmittage nach Art der Stoiker zubringt!
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