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Mit diesen Worten beginnt der Streit zwischen Leutnant Gustl und dem Bäckermeister Habetswallner im Anschluss an eine abendliche musikalische Darbietung im Konzerthaus in der Novelle "Leutnant Gustl" von Arthur Schnitzler.  Weil ihn der Bäckermeister als "dummen Buben" bezeichnet, beschließt Leutnant Gustl am nächsten Tag Selbstmord zu begehen, um die Schmach zu tilgen.

Diese Novelle wurde erstmals im Jahr 1900 in der Weihnachtsbeilage der "Neuen Freien Presse" veröffentlicht und erschien 1901 als Buch (1962 u.a. mit Hans Moser verfilmt). Der Text ist über weite Teile als "innerer Monolog" strukturiert; er stellt das komplexe Seelenleben eines jungen k.u.k.-Offiziers dar und gilt heute als offene Anklage gegen Militarismus und überkommene gesellschaftliche Strukturen.

Interessierte können sich die Novelle "Leutnant Gustl" in der Stadtbibliothek Purkersdorf ausleihen.

Heuer jährt sich der 150. Geburtstag von Arthur Schnitzler. Er wurde am 15. Mai 1862 geboren und verstarb am 31. Oktober 1931 an den Folgen einer Gehirnblutung.

Schnitzler zählt zu Österreichs bedeutendsten Erzählern und Dramatikern und gilt als einer der hervorragendsten Vertreter der "Wiener Moderne".

Ab dem Jahr 1890 war Schnitzler gemeinsam mit seinen Freunden Hugo von Hofmannsthal und Richard Beer-Hofmann Begründer des "Jungen Wien", aus dem die literarische "Wiener Moderne" hervorging. Schnitzler bekannte sich in seinen Werken zu einer konsequenten und scharfen Kritik der österreichisch-ungarischen K.u.K-Gesellschaft; er geißelte kleinbürgerliches Heuchlertum und die devote Untertanen-Mentalität, von der weite Kreise der adeligen und bürgerlichen Gesellschaft erfasst waren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte er als Literat zu den meistgespielten Dramatikern auf den deutschen Bühnen. Nach der Veröffentlichung seiner Novelle "Leutnant Gustl", worin er, wie oben erwähnt,  den absurden Ehrenkodex des Militärs angreift, wurde ihm am 14. Juni 1901 der Offiziersrang als Oberarzt der Reserve aberkannt. Seine literarische Karriere wurde dadurch noch weiter beflügelt.

Die Stadtbibliothek Purkersdorf verfügt über eine sehr gut sortierte Auswahl an Schnitzler-Werken; dienstags von 15-18 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 14 Uhr, freitags von 14-18 Uhr sowie an jedem ersten Samstag im Monat (außer in der Ferienzeit) von 10-13 Uhr sind alle herzlich eingeladen, sich davon zu überzeugen (mb)


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Letzte Änderung: 2012-02-09 - Stichwort - Sitemap

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